November - Tipp 2011
Die elektrische Anlage
Die elektrische Anlage im Traction besteht aus folgenden
Komponenten:
· Batterie (Akku)
· Lichtmaschine und Regler
· Anlasser
· Beleuchtung/Scheibenwischermotor
· Zündanlage
· sowie die Verkabelung zwischen diesen
Elementen
In diesem Monats-Tipp befassen wir uns mit dem Anlasser.
Im Traction wurden bis September 1953 Citroen-Anlasser verbaut, also Anlasser aus eigener Produktion. Danach
verbaute man Anlasser der Zulieferer Ducellier und Paris/Rhone. Sie unterscheiden
sich im Wesentlichen nur durch den aufgesetzten mechanischen Schalter, der über
einen Zug (D) vom Armaturenbrett aus bedient wird. Anlasser Anlasserschalter:
von links nach rechts:Paris-Rhône, Citroen, Ducellier
Die Ritzelantriebe wurden
von Bendix oder Benada geliefert und sind bei allen drei Anlasser-Typen verbaut
worden. Sie unterscheiden sich zwar optisch, arbeiten aber nach dem gleichen
Prinzip.
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| Bendix |
Benada |
Das Funktionsprinzip der Anlasser ist recht einfach.
Durch Betätigen des Anlasserschalters läuft der Anlasser an und das Ritzel wird
durch Trägheit auf einer Spindel nach vorne getrieben. Wenn es in den Zahnkranz
der Schwungscheibe des Motors eingreift, wird es völlig in die Verzahnung
gezogen und dreht nun den Motor. Wenn dieser anspringt wird das Ritzel des
Anlassers durch den nun schnell drehenden Zahnkranz ausgeworfen.
Probleme beim Anlassen können viele Ursachen haben.
Da das Ritzel wie beschrieben durch Trägheit nach vorne
laufen soll, ist es wichtig dass der Anlasser möglichst schnell anläuft.
Voraussetzung hierfür ist eine volle Batterie. Weiterhin muss der Anker des
Anlassers in seinen Gleitlagerbuchsen gut drehen. Ausgeschlagene Lager lassen
den Anker verkanten und dadurch langsamer drehen. Paris/Rhone und
Ducellier-Anlasser sind 3-fach gelagert. Vorne in der Nase, hinten im
Lagerdeckel und Kohlenträger sowie in der Mitte zwischen Gehäuse und
Anlassernase. Die Citroen-Anlasser sind dagegen nur 2-fach gelagert (vorne und
hinten). Hier besteht die Möglichkeit dass der Anker einen Schlag hat und nicht
mehr auf richtige Drehzahl kommt. Ein verschlissenes Ritzel oder ein
verschlissener Zahnkranz können verhindern dass das Ritzel sauber eingreifen
kann. Dann dreht der Anlasser leer durch. Des Weiteren muss die Spindel auf der
das Ritzel läuft leicht!! gefettet
sein damit es gut nach vorne laufen kann. Dagegen sollten die Zähne von Ritzel
und Zahnkranz möglichst fettfrei sein um ein vorzeitiges Auswerfen des Ritzels
zu verhindern.
Ein kalter Motor springt in der Regel sofort an. Ein
warmer Motor will aber ein wenig „georgelt“ werden. Ein dauerndesAuswerfen des Anlassers kann dann sehr
nerven. Es ist aber nicht unüblich dass der Anlasser bei dieser Prozedur ein- oder
zweimal ausgeworfen wird.
Auf der Welle des Ankers befinden sich hinten am
Lagerdeckel dünne Axialspieleinstellscheiben sowie eine Pertinaxscheibe die als
Bremsscheibe dient. Sie soll dafür sorgen dass der Anlasser schnell zum
Stillstand kommt. Denn wenn das Ritzel ausgeworfen wurde kann die Funktion der
Trägheit nur funktionieren, wenn der Anlasser aus dem völligen Stillstand neu
betätigt wird. Wenn der Anlasser bereits neu betätigt wird wenn er noch
nachläuft, hebt sich die Funktion der Trägheit auf und das Ritzel wird nicht
nach vorne getrieben. Der Anlasser läuft leer durch.
Hier noch einmal alle Punkte zusammengefasst die zu
Problemen führen können:
